Interview mit Natalia Knyazeva

Bitte, denke an dein freiwilliges soziales Jahr in Deutschland. Welches Jahr war das übrigens?

Es war vor vielen, vielen Jahren – in 1998-1999.

Im letzten Jahrhundert!


Ja, das war noch im letzten Jahrhundert. Viele der heutigen Freiwilligen waren noch nicht einmal geboren. Ich war damals 18 Jahre alt. Ich lernte als Buchhalterin an einer Berufsschule am italienischen College in Gattschina. Dort lernten wir deutsche Freiwillige kennen, die nach Russland gekommen waren, und gleichzeitig erfuhr ich etwas über die Freiwilligenarbeit in Deutschland. Ich war eine Freiwillige aus Russland.

Erinnerst du dich an die Auswahl? Hast du ein Vorstellungsgespräch gehabt?

Damals gab es kein solches Verfahren wie jetzt, es kam später. Da war Ilona Absandse, die bereits nach Deutschland gereist war und dieselbe Berufsschule hinter sich hatte. Ilona kannte schon Margarete von der Borch, Margarete vertraute ihr, und sie empfahl die nächsten Freiwilligen. Zu dieser Zeit war eine solche Reise nicht nur „Wow, du bist im Ausland, toll!", es war auch eine Möglichkeit zu sehen, wie es anders sein könnte, denn schon zu dieser Zeit begannen wir im Kinderheim in Pawlowsk als Freiwillige zu arbeiten und sahen die Verhältnisse dort. Ich wollte etwas ändern und wollte wissen, wie man es ändert. Mit einem Wort war es eine solche bewusste Aufgabe – nach Deutschland zu gehen und zu schauen, wie anders die Lebensbedingungen bei Kindern mit Behinderungen sein könnten. Und was wir in Russland anstreben sollten. Man verband große Hoffnungen mit meiner Person: Ilona wollte, dass ich mir unbedingt ein paar Projekte anschaute, wie Kinder und Erwachsene lebten. Ich erhielt sofort die Botschaft, dass ich als eine Koordinatorin ausgebildet werde und nach der Rückkehr eine solche Verantwortung übernehme.

Wie haben dich deine Eltern damals nach Deutschland entlassen, als du 18 warst?

Meine Eltern haben mich schon lange davor gehen lassen, weil meine Kindheit in Sibirien, Gebiet Kemerowo, vergangen ist. Und nach der neunten Klasse beschloss meine Mutter, mich zu meiner Tante, ihrer Schwester, nach Petersburg zu schicken, damit ich hier sozusagen die Weiten von St. Petersburg erobere. Meine Tante lebte jedoch in Gattschina, also trat ich in Gattschina zu einer Ausbildung an und traf schon da mein weiteres Schicksal. Das heißt, diese Trennung von meinen Eltern erfolgte bereits während meiner Ausbildung. Schließlich mussten die Eltern meine Entscheidung einfach akzeptieren.

In welchem Projekt in Deutschland warst du als Freiwillige im Einsatz?


Es war ein kleines Dorf, das in Deutschland allerdings sehr bekannt ist, weil dort sich das Frauenkloster St. Marienstern befindet. Es ist sehr schön, mit typischen weiß-orangenfarbenen Bauten, Türmen, einem Glockenturm. Das ist ein großes Bauwerk mit mehreren soliden Gebäuden, einem massiven Zaun, eine souveräne Klosteranlage mit echten Nonnen: das waren, glaube ich, etwa 20 Personen, und es gab noch Räume und einen separaten Hof, wo Menschen mit Behinderungen lebten. Sie kamen dort im verschiedenen Alter an, mit sieben Jahren, mit zwanzig, mit vierzig, und blieben dort auf Lebenszeit.
Gleichzeitig mit mir machte ein Mädchen aus Ungarn ein FSJ, wir hatten eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung direkt im Kloster, erhielten einen riesigen Schlüsselbund mit 20 Schlüsseln und konnten durch alle Türen gehen. Ich war so eine kleine Natascha in so einem ganzen Kloster mit einem Haufen Schlüssel.
Überhaupt war der Ort unseres freiwilligen Einsatzes einzigartig, weil dort sehr viele Sorben leben. Es ist eine Ethnie in Deutschland mit inzwischen nicht so vielen Vertretern.
Die Deutschen, die sorbische Wurzeln haben, haben ihre eigene Sprache, ihre eigene Kultur, sie halten ihre Traditionen immer noch. Die Sprache ist dem Russischen sehr ähnlich, sie hat slawische Wurzeln. Das half wirklich, weil ich anfangs die Sprache nicht beherrschte. Ich war ein sehr bescheidenes Mädchen und bekam recht schnell quasi Großeltern, Josef und Johanna Beitel. Sie brachten mir Deutsch bei. Meine Beziehung zu ihnen bestand auch nach meiner Abreise weiter, sie starben erst vor kurzem, Josef mit 94 Jahren, Johanna mit 87. Josef nahm am Krieg teil, verbrachte drei Jahre in Belarus in Gefangenschaft, dafür lernte er dort dank seiner sorbischen Wurzeln schnell Russisch. Dann war er sein ganzes Leben lang Schullehrer für Sport und Literatur und sprach sehr gut Russisch.

Haben sie dich während deines Freiwilligenjahres unterstützt?

Sie haben mich unterstützt und sehr herzlich aufgenommen. Von den 40 Minuten des Unterrichts unterhielten wir uns 20 Minuten auf Russisch, dann machten wir etwas aus der Grammatik. Dann verabschiedete ich mich von Josef, seine Frau kam raus und sprach pausenlos Deutsch, und das war der effizienteste Teil der Deutschstunde, weil ich zu verstehen versuchte, wovon sie redete.

Welche täglichen Pflichten hattet ihr, wie waren die Arbeitsaufgaben?

Ich betreute acht Mädchen. Damals, im Jahr 98, war die Situation in Deutschland schon viel besser als in Russland, aber es war immer noch nicht so gut, wie man es gerne hätte. Ich bekam einige Wohngruppen zu sehen, in denen Innovationen eingeführt wurden: Eine Doppelbelegung von Zimmern wurde angestrebt. Noch besser wäre es, wenn dies Einzelzimmer wären, man war aber mitten in einem Übergangsprozess. Ich arbeitete in einer Wohngruppe, wo es noch nicht
soweit war, und da waren acht Mädchen. Es gab auch eine Separierung nach Geschlecht, aber ich denke, es hatte damit zu tun, dass es ein Kloster war. Also Männer und Frauen lebten getrennt. Wir hatten 8 Stunden Arbeitszeit plus eine halbe Stunde Mittagessen, oft begann meine Frühschicht um 6:30 Uhr und endete um 15:30 Uhr. Meine Hauptaufgabe war es, die Mädchen zu wecken, zu waschen, mit ihnen zu frühstücken, beim Anziehen zu helfen und sie alle zu einer Beschäftigung zu schicken: entweder zur Schule oder in die Werkstatt oder zur Arbeit.
Dann verstand der Arbeitgeber, dass ich den zweiten Teil der Arbeitsschicht einfach absaß, man wusste nicht, womit ich beschäftigt werden sollte. Deswegen kam man auf die Idee einer geteilten Arbeitsschicht, sodass ich von 6 bis 12 arbeitete, dann wieder um drei Uhr kam, um weitere 4 Stunden bis zum Abend abzuarbeiten. Ich hatte also grundsätzlich kein Privatleben, nur Arbeit. Es war schwierig, besonders in den ersten Monaten, insbesondere weil ich immer noch nicht alles verstand. Es gab solche kuriosen Situationen, wie etwa als ich irgendwie schräg gebeten hatte, mich zum Deutschunterricht gehen zu lassen, man erlaubte dies und dachte, ich wäre für eine halbe Stunde gegangen, ich war aber erst in anderthalb Stunden zurück. Dann ärgerte man sich und schimpfte, während ich sicher war, dass ich anderthalb Stunden fernbleiben durfte. Alle möglichen kleinen Dinge dieser Art. Dann aber, wenn du den Kontakt mit den Bewohnerinnen findest, wird es Teil deines Lebens, das heißt, das der Nachteil, dass du praktisch an einem Ort lebst und arbeitest, zu einem Vorteil wird, weil dies einige Zeit lang, einige Monate, mein Lebensstil war, wo es nur Arbeit und Zuhause gab, Arbeit und Zuhause, mit etlichen Spaziergängen in der Gegend, die Natur war dort sehr schön. Zuerst litt ich darunter, dann begann ich aber die Möglichkeit allein zu sein zu genießen. Wenn du irgendwo spazieren gehen kannst – dort hatte ich einen großen Lieblingsbaum – Gedichte schreibst – das war eine Zeit der Selbsterkenntnis. Obwohl ich natürlich Sehnsucht hatte, denn damals gab es weder WhatsApp noch Viber noch Skype, man musste 3 km laufen, um von einem normalen Münztelefon buchstäblich ein paar Minuten mit der Familie zu telefonieren.

Was hat dich in diesem Jahr am meisten unterstützt?

Natürlich waren es die Kontakte, die entstanden, und junge Eiheimische waren sehr gut, zeigten uns viel, wir knüpften tolle Freundschaften, ein echter kultureller Austausch fand statt. Und die Arbeit, natürlich, die Schützlinge. Da war ein Mädchen, sie wollte mich nicht beim Namen nennen und nannte mich drei Monate lang Marina, weil vor mir da eine Freiwillige aus Polen war, die so hieß. Sobald sie mich sah, war es: „Marina und Marina!", ich sagte ihr: „Ich bin Natascha". „Nein, Marina!". Nach drei Monaten setzte ich mich durch, sie sagte endlich „Natascha" zu mir! Sie war mein Liebling, eine junge Frau, sah aber aus wie ein Mädchen von etwa 12 Jahren und war sehr stur: Wenn sie etwas nicht wollte, würde sie es auch nicht tun, man sollte auf sie einreden, sie war so ein Schlaukopf, sehr cool. Eine Bindung entsteht, weil du viel Zeit mit ihnen verbringst. Außerdem gilt dort überall ein Lebensnormalisierungsprinzip, und da man normalerweise einmal im Jahr Urlaub macht, wurden sie auch einmal jährlich als eine Mädchengruppe in den Urlaub gefahren.

Bist du mit ihnen gefahren?

Ja, Freiwillige gehen in der Regel immer mit, sie werden in diesem Moment besonders gebraucht, weil es für Mitarbeitende eine Trennung von der Familie, vom Haushalt ist, und Freiwillige – sie sind so, dass sie es sich leisten können. Und so reisten wir irgendwo nicht sehr weit, machten Bootsfahrten, gingen in den Vergnügungspark, es war sehr lustig, und die Erfahrung einer Rund-um-die-Uhr-Koexistenz mit ihnen war auch interessant.
Überhaupt scheint mir das Jahr der Arbeit dort das Wichtigste gegeben zu haben: Für mich stand nicht die Frage, ob ich in Deutschland bleibe oder nicht, ich wollte zurück, weil ich schon Erfahrung im Kinderheim hatte und wusste, dass man dort etwas ändern konnte, ich wollte es wirklich. Und dafür kehrte ich zurück. Das war nicht nur eine Ansammlung von Erfahrungen, ich sah einfach mit eigenen Augen, wie es überhaupt sein konnte, wie Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft leben konnten, was die Achtung ihrer Würde, ihrer Grenzen bedeutete, wie Erwachsene mit ihnen umgingen, unter welchen Bedingungen sie lebten. Und dieses real erlebte Bild war für mich später viele Jahre in Russland ein Licht am Ende des Tunnels. Als wir hier gegen etwas kämpften und etwas ändern wollten, half mir immer, dass ich eine Vorstellung hatte, wie es sein konnte und wo wir ankommen sollten. Ich hatte oft das Gefühl, dass es für viele junge Russen, wenn sie kein solches Bild hatten, schwerer war. Ich erlebte eine sehr starke innere Transformation: Ich kam aus Sibirien, aus einer klassischen sowjetischen Familie, die ohne Luxus lebte und diesen nie gesehen hatte. Wir hatten immer noch Geschäfte, in denen man mit dem Finger zeigen musste, was aus dem Regal gegeben werden sollte. Und dann kam ich nach Deutschland und sah die Läden, wo du halt alles aus den Regalen selber nimmst, alles in Fülle, sehr viele Versuchungen. Und hier sah ich Kinder mit Behinderungen, die bereits in Einzelzimmern lebten, sie hatten eigene Geräte, Ausstattungen, jeder hatte sein Tonbandgerät, sein Telefon. Ich sah, dass es so richtig war, und das waren gerade jene Grenzen und der Privatraum, und das war eine Erfahrung, durch die wir irgendwie erwachsen wurden, und das war eine interessante Erfahrung des Erwachsenwerdens für mich, ich konnte viel davon im beruflichen Sinne mitnehmen.

War es danach nicht schwierig, nach Hause zurückzukehren?

Schon als das Jahr zu Ende kam, wusste ich, dass ich bei Perspektivy arbeiten werde, ich hatte Glück, dass ich mit Gewissheit zurückkehrte, dass man auf mich wartet, eine Arbeit auf mich wartet, und mit Elan gefüllt wollte ich meine Erfahrung weitertragen. Und ich trug sie viele Jahre bei Perspektivy weiter, der Auftrieb, den ich in Deutschland erhielt, war sehr gut. Genau deswegen fiel mir die Rückkehr nicht schwer, dazu noch blieb hier in Sankt Petersburg der Kontakt mit Deutschen weiter bestehen, denn weitere Deutsche kamen jedes Jahr, es geschah so, dass ich in diesem System blieb, es blieb mit mir und ich konnte es irgendwie weiter benutzen.

Und deine Kollegin, die Freiwillige aus Ungarn, hattest du mit ihr später Verbindung?

Mit der Ungarin war es in der Tat nicht einfach. Es stellte sich heraus, dass sie eine russische Mutter hatte, und sie sprach Russisch, noch sprach sie gut Deutsch, aber sie mochte mich aus irgendeinem Grund von Anfang an nicht. Ich vermute, dass sie sich ihrer russischen Zugehörigkeit schämte, sie wollte nicht bekannt machen, dass ihre Mutter Russin war, und deswegen redete sie mit mir sehr ungern Russisch, nur wenn wir zu Hause waren und so, kurz. Aber nach einem halben Jahr wurden wir Freunde, meist dank der Jungen, die Jungen besuchten uns und über sie begannen wir irgendwie mehr zu kommunizieren und reisten sogar mit den Autos zu ihr nach Ungarn zu Besuch. Sie half mir bei Bedarf, übersetzte, wenn ich es brauchte. Sie musste mit mir zum Chef gehen, wenn etwas ernstes zu klären war: etwas mit Geld, mit dem Urlaub, den man vereinbaren musste, oder mit verschiedenen Vertagungen. Und das alles musste sie mir immer übersetzen. Ich versuchte mehrmals, sie in Instagram zu finden, als diese sozialen Netzwerke entstanden, erfuhr, dass sie ein Kind zur Welt gebracht hatte, aber irgendeine Verbindung konnte nicht weiter aufrechterhalten werden. Dafür habe ich immer noch gute Beziehungen mit vielen deutschen Freiwilligen.

Die hier in Russland waren?

Die hier in Russland waren. 1999 kam ich zurück und arbeitete von 2000 bis 2001 als Koordinatorin in Pawlowsk. Und Freiwillige dieses Jahrgangs – sowohl Russen als auch Deutsche – sind bis jetzt meine engen Freunde. Apropos war mein Mann Mark auch mal ein Freiwilliger, er war nach mir in Deutschland. Späterhin wurde er mein Ehemann, jetzt haben wir schon drei Kinder. Wir waren viele Jahre nicht in Deutschland und waren fast nie dort zusammen und reisten nun nach einer langen Pause mit dem Auto zusammen mit unseren Kindern nach Deutschland. Es kam so heraus, dass das 20. Jubiläumsjahr meines Freiwilligeneinsatzes zu Ende kam und sein 20-jähriges Jubiläum erst anfing. Wir besuchten sowohl meinen Arbeitsplatz als auch seinen. Er traf dort manche seiner Schützlinge und es hatte eine große Bedeutung für ihn. Vielleicht deswegen sind die Erinnerungen noch so lebendig, weil wir vor drei Jahren durch diese Orte gefahren sind, das war unser Familienerlebnis.

Was meinst du nun nach so vielen Jahren, wie hat die Erfahrung des Freiwilligenjahres dein Leben verändert?

Erstens ist dies eine eindeutige Grenzerweiterung. Sehr feine Unterschiede werden spürbar, verständlich. Das ist keine Kultur- bzw. Unterhaltungsfahrt, man sieht, wie Menschen
Entscheidungen treffen, wie sie zusammenwirken, welche Werte sie haben, man vergleicht das alles. Übrigens, dadurch dass es in einem jüngeren Alter geschieht, prägen sich diese Dinge stark ein. Jetzt verstehe ich, dass ich nun allein dank dieser Erfahrung anders Entscheidungen treffe und mich freier fühle und überhaupt weiß, was Freiheit ist.

Das ist die bedeutendste Kenntnis, denke ich, über die innere Freiheit.

Ja, die innere Freiheit, die Menschenwürde, sowohl meine eigene Würde als auch die der Menschen in meiner Umgebung. Deutsche sind sehr rücksichtsvoll, bei uns ist es üblich, alle mit dem Vor- und Vatersnamen zu nennen, das „Duzen" gefährdet beinahe persönliche Grenzen. Dort kann man aber „du" sagen und dabei eine respektvolle Distanz zum Gegenüber beibehalten. Du kannst deinen Chef duzen, dabei weißt du, dass er ein Chef ist, und gehst mit ihm mit aller Achtung um. Eine Unterordnung erfolgt nicht weil der Boss so gesagt hätte und alle so täten, sondern weil man den Menschen respektiert und es so tut, weil man es selber will. Bei uns geht man an Probleme etwas anders heran. Mit Verboten. Und dort kann man diskutieren, einen Kompromiss finden, nach einer Lösung suchen, die vielleicht sogar alle befriedigen würde. Zumindest darf man seine Meinung äußern.

Natascha, danke für solch eine, weißt du, prägnante Erzählung, weil es schon - wie viele? Zwanzig Jahre...? - vergangen sind.

Einundzwanzig Jahre!

Und du erinnerst dich so lebhaft an alles, es ist erstaunlich! Manchmal erinnert man sich nicht so gut daran, was im vorigen Jahr geschehen ist, und du hast solche lebhaften, bunten Erinnerungen.

Ja, das ist eine der lebendigen Erfahrungen, so lebenswichtig, dass man sie vielleicht sogar mit der Kindergeburt vergleichen kann.

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